Rezension: "Chill mal, Frau Freitag" von Frau Freitag

Donnerstag, 31. Oktober 2013

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Verlag: Ullstein
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Reihe: Teil 1 von 3
Seitenzahl: 333
ISBN: 9783548373997




Klappentext

»Hitler hat die Mauer gebaut«, glauben Abdul und Ronnie. Esra stylt sich im Disco-Islam: rosa oder türkis mit Glitzer und natürlich Kopftuch. Und Samira, die Klassenqueen, kann sich keine Sekunde von ihrem Handy trennen und hält hyperaktive Siebtklässler in Schach. An Frau Freitags Schule geht es immer voll ab. Ihr Alltag als Lehrerin ist absurd-komische Realsatire - verrückt, anrührend und vor allem sehr lustig. Aber Frau Freitag findet: Ich habe den schönsten Beruf der Welt.

Meinung

Der Titel sowie das Cover passen gut zum Buch, sind aber nicht total spektakulär. Vor allem den Untertitel finde ich genial. Auch der Klappentext ist total ansprechend und witzig. Bei mir hat er total Lust gemacht, das Buch zu lesen.

Die Idee finde ich wunderbar, eine Lehrerin berichtet aus ihrem Schulalltag und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.

Die Umsetzung fand ich ebenfalls gut. Die Kapitel haben lustige und passende Überschriften und sind eher kurz gehalten, so dass man oft denkt, ach eins geht noch. Das komplette Buch ist in Abschnitte unterteilt wie "Den Sommerferien entgegen" oder "Nach den Weihnachtsferien". Fand ich eine sehr schöne Idee und gibt dem Buch eine super Struktur.
Frau Freitags Schreibstil ist einfach nur ein Erlebnis. Sie berichtet absolut ehrlich und teilweise auch banal über ihren Arbeitsalltag. Mir war das ganze sehr nah, da ich ja noch nicht so lange der Schule entsprungen bin. Außerdem kommt manchmal wirklich der Wunsch auf, selbst Lehrerin zu werden. (Die Überlegung hatte ich auch vorher schon mal). Insgesamt hat sie eine lustige, sarkastische Art und Weise, die Dinge zu beschreiben. Aber genau das hatte ich auch erwartet: Humor und Sarkasmus. War auch vorhanden, dennoch hatte ich mir etwas mehr davon erwartet. Ich möchte das jetzt nicht schlecht machen. Aber wahrscheinlich hatte ich etwas zu hohe Erwartungen.
Es geht viel um Integration und Migrationshintergrund, da es einfach von Frau Freitags Schülern her so ist. Manches wiederholt sich also auch, aber mich persönlich hat es nicht gestört. Es war trotzdem absolut lustig.

Fazit

Insgesamt ein sehr lustiges und unterhaltsames Buch über den Lehreralltag an einer Brennpunktschule. Ich konnte mich gut in die Situationen hineinversetzen und hatte genaue Bilder im Kopf. Es hat mich wirklich begeistert, aber auch etwas enttäuscht, weil ich es mir witziger vorgestellt habe. Aber es ist trotzdem total super und ich werde auch die anderen beiden Teile lesen und schauen, wie es mit Frau Freitag und ihren Schülern weiter geht.
Eine Leseempfehlung für jeden, der noch einmal die Schule miterleben möchte und das auf sehr lustige Art und Weise, bei der kein Blatt vor den Mund genommen wird und auch viel übertrieben wird!

{ 4 Punkte }

Rezension: "Linna singt" von Bettina Belitz

Mittwoch, 30. Oktober 2013

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Verlag: Script 5
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Seitenzahl: 509
ISBN: 9783839001394





Klappentext

Seit fünf Jahren hat Linna sie nicht mehr gesehen: Maggie, Simon, Jules und Falk, die ehemaligen Mitglieder ihrer Band. Nun treffen sie sich in einer Hütte in den Bergen wieder, um für einen Auftritt zu proben.
Linna hatte eigentlich keinen Grund, Maggies Einladung zu folgen, denn was die anderen nicht wissen: Seit damals hat sie keinen Ton gesungen. Doch etwas treibt sie an, sich ihrem alten Leben zu stellen: die Erinnerung an eine Nacht mit Falk, dem Gitarristen. Linna muss sagen, was für vor fünf Jahren unausgesprochen blieb, und sie muss hören, ob Falk eine Antwort hat.

Meinung

Der Titel ist nicht unbedingt spektakulär, aber er passt zum Buch. Das Cover finde ich etwas seltsam, weil es nicht wirklich zur Geschichte passt. Höchstens der Schnee in der Kugel. Jedoch muss ich sagen, dass es unter dem Schutzumschlag wunderschön ist, weiß mit roten Schnörkeln, wie auf der Rückseite. Der Klappentext ist in Ordnung, wobei mir der direkt auf dem Buch besser gefällt und der auch neugieriger macht.

Die Idee war gut, wenn in manchen Teilen auch nicht so unbedingt einmalig, wie die abgeschiedene Berghütte. Aber die Bandprobe und die Band an sich dann wiederum schon.

Die Umsetzung lässt mich etwas zwie gespalten zurück. Anfangs hatte ich wirklich mit den langen Kapiteln zu kämpfen. Vielleicht bin ich auch nur verwöhnt, aber die meisten waren über 20 Seiten lang, meist sogar 30. Das hat mich dann doch etwas demotiviert zum Lesen. Vielleicht lang es aber auch noch mit an der kleinen Schrift. Zudem gab es bestimmte Dinge, Äußerungen, Geschehnisse, die oft vor kamen. So zum Beispiel das Schlafen. Ja man kann in so einer Hütte bei Schnee nicht viel anderes machen, aber es wurde doch sehr häufig erwähnt und da durch erschien es ein wenig langatmig.
Dennoch muss ich sagen, dass Spannung vorhanden war. Zwar hat es auch etwas gedauert, bis diese merklich spürbar war, aber dann auch wirklich bis zum Ende hin. Das ganze hat sich als "Psychospiel" entwickelt, das wirklich spannend war und mir manchmal den Atem geraubt hat.
In dem ganzen Buch dreht es sich um die Band "Linna singt" und deren Lieder. Deshalb ging es auch viel darum, Titel und Interpreten wurden genannt und teilweise auch Songtexte zitiert. Fand ich an sich sehr schön, aber leider kannte ich die wenigsten Lieder. Vielleicht wäre einem bei bekannteren oder neueren Liedern der Zusammenhang zur Geschichte (Gedanken und Emotionen) noch deutlicher gewesen.
Die Charaktere fand ich gut durch dacht und tiefgründig genug. Jeder hatte so sein Päckchen zu tragen, von dem man immer mehr erfahren hat, wie er zu dem Mensch wurde, der er ist. Selbst die, die anfangs nicht ganz so sympathisch waren, fand ich am Ende klasse. Mit jedem von ihnen konnte ich mitfühlen und mich in sie hineinversetzen.
Das Ende hat mich absolut geplättet. Es war emotional, also für mich. Es war schön, realistisch und irgendwie perfekt. Aber auch zum Ärgern. Und genau diese Mischung hat mich dann innehalten lassen und zum Nachdenken angeregt.

Fazit

Ein wirklich tolles spannendes Buch. Leider hat es am Anfang etwas Anlauf gebraucht. Die Charaktere waren sehr gut durch dacht und tiefgründig, und auch das Ende konnte mich vollkommen überzeugen. Lest dieses Buch, wenn ihr bereit für ein kleines "Psychospiel" seid und nicht gegen Musik und Songtextzitate habt.

{ 4 Punkte }

Rezension: Tanz auf Glas

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Titel: Tanz auf Glas
Autor: Ka Hancock
Verlag: Droemer-Knaur
hier kaufen: Thalia-Gebunden
Seitenzahl: 520
Erschienen: 2013-09-02
ISBN: 978-3-426-65322-7




Inhalt

Jede Liebe ist ein Tanz - manchmal kompliziert, manchmal wunderschön. Aber mit Mickey wird es auch ein Tanz auf Glasscherben sein. Und entweder fliehst du vor diesem Schmerz, oder du tanzt weiter, bis du wieder Parkett unter den Füßen spürst.
Als Lucy Mickey auf einer Party kennenlernt, sprühen augenblicklich Funken. Sie weiß, dass sie den Mann ihrer Träume gefunden hat. Bei ihrer zweiten Begegnung beichtet Mickey ihr allerdings, dass er unter einer bipolaren Störung leidet. Lucy, die auch nicht unversehrt durch ihr bisheriges Leben gegangen ist, lässt sich davon nicht abschrecken. Die beiden werden ein Paar. Sie sind glücklich, wissen aber auch, dass sie keine einfache Beziehung führen. Und so beschließen sie, keine Kinder in ihre unsichere Welt zu setzen. Als Lucy nach elf Jahren doch schwanger wird, steht das Fundament ihrer Beziehung auf dem Prüfstand.


Meine Zusammenfassung - Achtung Spoiler

Lucy und Mickey, beide vom Schicksal nicht mit Samthandschuhen angefasst, lernen sich kennen und werden ein Paar. Lucy hat ihren Vater, der erschossen wurde, in ihrer Kindheit verloren und ihre Mutter starb an Brustkrebs, da war Lucy gerade mal siebzehn. Seit dem besteht ihre Familie nur noch aus ihren zwei größeren Schwestern. Zusammen mit ihnen muss sie noch zwei Mal durch die Höhle gehen, denn der Krebs kommt wieder, diesmal bei ihrer größten Schwester und ihr, aber selbst dieses Unglück überstehen sie gemeinsam und besiegen die schreckliche Krankheit. Mickey hingegen hat eine dauerhafte Erkrankung, er leidet unter einer bipolaren Störung oder besser bekannt als manisch-depressiv. Sein Leben ist ein ständiges auf und ab und man kann sich nie wirklich auf seine stabile Situation verlassen. Diese kann zu schnell kippen und ihn in die Mani treiben, dies spitzt sich meist so sehr zu, dass er in eine Psychose fällt und ins Krankenhaus muss. Dort bleibt er dann meist für mehrere Wochen, bis es ihm wieder besser geht.
So verbringen die beiden elf gemeinsame Jahre mit Mickey ständigem auf und ab und Lucys Angst wieder an Krebs zu erkranken. Bei einer erneuten Routineuntersuchung bei ihrer Frauenärztin wird festgestellt, dass Lucy schwanger ist. Was soll sie jetzt tun? Beide haben sich doch darauf geeinigt keine Kinder in ihr schwieriges, unbeständiges Leben zu setzen. Nach anfänglichen Überlegungen entscheiden sich beide für das Kind und sind unglaublich glücklich. Leider hält dieses Glück nicht lange, denn bei Lucy wird Brustkrebs festgestellt, zum zweiten Mal. Diesmal allerdings sieht es schlimmer aus, denn er hat schon gestreut. Obwohl die Ärzte Lucy zu einer Abtreibung raten, entscheidet sie sich dagegen und für das Baby, damit aber auch gegen eine sofortige Behandlung gegen die Krankheit.
Diese Situation fordert alles von Lucy und Mickey. Während Lucy weiß, dass sie sterben wird, kann Mickey das nicht akzeptieren. Es ist eine harte und sehr emotionale Zeit.


Buchcover und Inhalt

Das Cover und der Titel haben mich von Anfang an angesprochen. Ich finde das Cover sehr schön und doch schlicht gemacht. Beides passt auch wunderbar zu der Geschichte und ist gut gewählt.
Die Inhaltsbeschreibung finde ich auch sehr gut und sie verrät nicht zu viel.
Das Buch selber, ohne Schutzumschlag, ist weiß. Das finde ich zwar optisch gut und passend zum Buch, allerdings musste ich sehr aufpassen, dass es nicht dreckig wird und das fand ich nicht so toll. Ein bisschen dunklere Farben sind mir da schon lieber.


Schreibstil ...

Das Buch ist aus der Ich-Erzähler-Perspektive geschrieben. Am Anfang fast jedes Kapitels, steht in kursiv, ein Tagebucheintrag von Mickey, diese sind meist nur einige wenige Seiten lang. Daraufhin folgt die Haupt-Erzählung aus Sicht von Lucy. Die Kapitelüberschriften sind die Daten, damit weiß man auch immer genau, wo man sich gerade befindet. Zu Beginn des Buches wird noch ab und an in der Zeit gesprungen, vom heutigem Geschehen in die Vergangenheit, wo sich beide kennengelernt haben. Da diese Sprünge aber in Kapitel unterteilt sind, lässt es sich gut lesen und man kommt nicht durcheinander. Das Ende der Geschichte ist dann nur aus Mickeys Sicht geschrieben.
Der Schreibstil von Ka Hancock hat mich total gefesselt. Sie hat mich gleich am Anfang emotional gepackt und mich bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Ich konnte wunder mitfühlen und brauchte nach dem lesen wirklich einige Zeit um mich wieder zu sammeln. Ich war so in diesem Buch gefangen und musste sogar ab und an einige Tränen vergießen.


Charaktere

Jeder einzelne Charakter war einzigartig und wunderbar ausgearbeitet. Am besten hat mir allerdings Mickey gefallen. Seine psychische Krankheit und sein damit verbundenes Gefühlsleben wurde so gut dargestellt, dass ich richtig mitfühlen konnte und es war gut nachzuvollziehen.
Im Allgemeinen bleibt mir eigentlich nur zu sagen, dass mir alles Charaktere sehr ans Herz gewachsen sind. Sie waren liebenswert, gefühlvoll und die ihre Handlungen jeweils gut nachvollziehbar.
Die Hauptcharaktere der Geschichte sind natürlich Lucy und Mickey, aber auch Lucys Schwestern spielen eine große Rolle. Daneben gibt es auch noch sehr viele Freunde und Bekannte, die das ganze vervollständigen.


Sonstiges

"Ka Hancock über 'Tanz auf Glas': "Ich liebe Geschichten mit komplexen und authentischen Charakteren, die im Leser große Gefühle hervorrufen. Und genau das wollte ich mit 'Tanz auf Glas' erreichen - dass der Leser fühlt."
Ich finde das hat die Autorin auch geschafft.
Dieses Buch ist der Debütroman von Ka Hancock und ich bin einfach nur begeistert von diesem Werk. Ich hoffe das sie noch weitere so gefühlvolle Romane schreiben wird. Einen neuen Fan hat sie mit mir auf jeden Fall gewonnen.


Fazit

Eine sehr gefühlvolle Geschichte, die einen fesselt.


Zur Verfügung gestellt von

Droemer-Knaur
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.


{ 5 Punkte }

“Die Liste der vergessenen Wünsche” von Robin Gold

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Dieses Buch ist mein erstes Rezensionsexemplar und ich freue mich riesig, dass ich es zur Verfügung gestellt bekommen habe! :)

Allgemeine Informationen
 
Titel: Die Liste der vergessenen Wünsche
Autorin: Robin Gold
Verlag: blanvalet-Verlag
Reihe: nein
Seitenzahl: 350

 
Das Cover

Mir gefällt das Cover sehr gut, vor allem, da es eine nicht absolut realitätsgetreue Darstellung zeigt. Die Farbgebung spricht mich auch an, ich kann mir aber vorstellen, dass die Kombination rosa-blaugrün nicht jedem zusagt. Der Heißluftballon, der auf dem Cover zu sehen ist, kommt nicht nur in dem Buch vor, sondern symbolisiert vielleicht auch die Wünsche, die so schnell in Vergessenheit geraten können.

Meine Erwartungshaltung

Als ich dieses Buch in der Hand hielt, hoffte ich auf eine Geschichte, die mich rührt, die aber trotz ernsterer Themen dennoch unterhaltend ist.

Die Handlung

Clara Black ist seit mehreren Jahren mit Sebastian zusammen und nun sind die beiden verlobt. Doch kurz vor ihrer Hochzeit stirbt Sebastian bei einem Autounfall und Claras Welt bricht zusammen. Sie ist nur noch in sich gekehrt und lässt keinen mehr an sich heran.

Zu Thanksgiving jedoch fährt sie zu ihrer Mutter Libby und ihrem Bruder Leo nach River Pointe. Dort wartet ein Päckchen auf Clara, mit dem sie nicht gerechnet hat: Ihre ehemalige Lehrerin hat ihr die Zeitkapsel geschickt, die sie mit acht Jahren gestaltet hat. Durch einen schicksalhaften Moment im Supermarkt, bei dem sie auf ihren damaligen Schwarm Billy Warrington trifft, verändert sich ihr Leben wieder einmal auf einen Schlag. Clara Black beschließt, alle ihre Wünsche von damals vor ihrem 35. Geburtstag zu erledigen – ob sie diese Aufgabe in den verbleibenden neun Monaten schafft?

Der Schreibstil

Robin Golds Schreibstil gefiel mir gut. Die Autorin verwendete keine mir unpassend erscheinenden Wörter. Die Einteilung des Buches in einerseits Kapitel, aber auch andererseits in Monate war das Tüpfelchen auf dem i.

Meine Notizen

Zu Beginn erfährt man nicht viel über die Protagonistin, denn man wird direkt in eine Szene mit ihrem Verlobten hineinversetzt. Dort erlebt man dann, wie sehr die beiden sich lieben und dass sie sich auf ihre Hochzeit im Frühjahr freuen. Nach diesem Einstieg wechselt die Autorin sofort zu einer traurigen Szene: Clara und ihr Bruder Leo beerdigen mit sechs bzw. acht Jahren ihren geliebten Kater Schweinebraten. Allein schon dieser Stimmungsumschwung bewirkte bei mir, dass ich mich gut auf die Handlung einlassen konnte und ich war darauf gefasst, mich nun erst einmal durch den ernsten und traurigen Teil zu lesen – und so war es dann auch. Das kam nicht sonderlich überraschend, war aber gut gemacht. So hatte ich als Leserin direkt ein Gefühl für die Geschichte und auch für das, was die Autorin einem mitgeben will: Genieße jeden schönen und glücklicken Moment im Leben, denn er kann schnell wieder vorbei sein.

Nachdem man erfährt, dass Sebastian verstorben ist, macht die Handlung einen Sprung zu dem Moment hin, an dem Clara in ihrer Heimat ist. Doch wie es ihr in der Zwischenzeit ergangen ist, erfährt man dennoch. Die kleinen Erinnerungen, die Clara in ihrem Elternhaus einholen und die, welche sie mit ihrem älteren Bruder verbindet, lassen deutlich werden, was für eine Person Clara Black ist. Diese kleineren Szenen aus der Vergangenheit gefielen mir sehr gut.

Einziger Minuspunkt: Die Geschichte war mir zu sehr konstruiert. Ja, ich weiß, es ist keine wahre Begebenheit, da darf alles perfekt laufen, aber mir war das manchmal einfach “too much”. Vor allem ab dem Moment, in dem die Hauptfigur sich dazu entschließt, die Liste abzuarbeiten, läuft eigentlich alles zu sehr nach Plan. Ein paar kleinere Rückschläge hätten der Geschichte keinen Abbruch getan.

Zitate

“Es war ein bisschen so, als wäre sie, wenn auch nur für einen kurzen, superschwulen, magischen Moment, aus einem tiefen, schweren Schlaf erwacht, nur um dann gleich wieder in seinen unbarmherzigen Bann gezogen zu werden.” – aus “Die Liste der vergessenen Wünsche” von Robin Gold, Seite 75

“Chefkoch Guillaumes Schüler, die sich mit großen Augen eifrig Notizen machten, nickten andächtig bei den Worten ihres vom Time Magazine als ‘Gott der Kulinarik’ titulierten Lehrmeisters, als würde er ihnen das Evangelium predigen.” – aus “Die Liste der vergessenen Wünsche” von Robin Gold, Seite 104

“Er nickte bekräftigend. ‘Sie werden schon sehen. Glaub dran, und es wächst. So einfach ist das.’” – aus Robin Golds “Die Liste der vergessenen Wünsche”, Seite 325

Mein Fazit

Trotz des kleinen Mangels bezüglich des Aufbaus der Handlung finde ich das Buch sehr schön und habe es gerne gelesen. Während und nach dem Lesen von “Die Liste der vergessenen Wünsche” habe ich mir immer wieder Gedanken darüber gemacht, was ich denn für heimliche und manchmal auch nicht so heimliche Wünsche hege und wo ich mich in einigen Jahren sehe.

{ 4,0 Punkte }

Vielen Dank an Lotta und den blanvalet-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

“Chroniken der Unterwelt – City Of Lost Souls” von Cassandra Clare

Dienstag, 29. Oktober 2013

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coverLetzte Woche habe ich dann auch den bisher letzten Band der Chroniken der Unterwelt beendet und werde euch hier berichten, was ich davon halte. Wie ihr euch sicher denken könnt, herrscht in diesem Beitrag Spoilergefahr, da es der fünfte Band der Reihe ist. Viel Spaß beim Lesen der Rezension!

Allgemeine Informationen
 
Titel: City Of Lost Souls
Autorin: Cassandra Clare
Verlag: Arena Verlag
Reihe: Band 5 der Chroniken der Unterwelt
Seitenzahl: 568
Kaufmöglichkeiten: Buch | eBook

 
Das Cover

Bei diesem Band wurde das Cover in Orangetönen gehalten. Wie auch für die anderen Cover gilt auch hier: Die dargestellten Elemente passen super zum Inhalt des Buches, doch für mich wirkt es zu überladen.

Meine Erwartungshaltung

Ich war mir sehr sicher, dass Cassandra Clare es geschafft hat, auch diese Fortsetzung ihrer Reihe spannend zu gestalten und verschiedene unerwartete Wendungen einzubauen. Auch erhoffte ich mir eine gute und schlüssige Weiterentwicklung der Charaktere.

Die Handlung

Simons Mutter erinnert sich wieder daran, dass ihr Sohn ein Vampir ist und als Simon nach Hause geht, findet er die Haustür mit jüdischen Symbolen übermalt vor. Durch die Tür durch schreit sie ihn an, dass er ein Monster sei und Simon hört, wie sie in der Küche ein Messer holt. Schnell dreht er sich um und geht, denn er trägt noch das Kainsmal, sodass seine Mutter sterben würde bei dem Versuch ihn zu verletzen. Verzweifelt lehnt er sich an einen Baum, als ihn seine beste Freundin Clary erreicht und ihm mitteilt, dass nicht nur ihr Freund Jace, sondern auch ihr Bruder Sebastian gemeinsam verschwunden sind.

Da Clary Jace in Idris von den Toten hat auferstehen lassen mit der Hilfe von Erzengel Raziel, muss nun der Rat darüber entscheiden, wie mit ihr weiter verfahren wird. Clary muss nun beinahe jeden Tag vor dem Rat erscheinen und aussagen. In dieser schweren Zeit steht ausgerechnet Isabelle ihr zur Seite, obwohl die beiden alles andere als beste Freundinnen sind. Izzys Bruder Alec ist schon volljährig und daher Mitglied des Rates und versucht immer, den Mädchen so schnell wie mögliche die neuesten Informationen zukommen zu lassen.

Der Rat spricht Clary frei, doch erklärt ebenso, dass die Suche nach Jace nicht mehr die oberste Priorität hat, da die Schattenjäger immer mehr Probleme mit den Dämonen bekommen. Die Jugendlichen wollen das aber so nicht hinnehmen, denn sie wollen ihren Freund und Bruder Jace so schnell wie möglich wieder in Sicherheit wissen. Dafür nehmen sie Kontakt mit der Feenkönigin auf, doch das ist alles andere als ungefährlich.

Der Schreibstil

Der Schreibstil der Autorin hat es mir einfach angetan. Meiner Meinung nach gelingt es Cassandra Clare immer wieder, geschickt Spannung aufzubauen und diese Spannung auch über mehrere Bücher hinweg zu halten. Auch wird die Geschichte um Clary, Simon, Jace & Co. nie langweilig, da Frau Clare neue Personen in die Handlung einführt und die Hauptfiguren einer andauernden Weiterentwicklung unterzieht. So verfolgt man die Geschichte der Schattenjäger und Schattenwelter gerne.

Meine Notizen

In dem fünften Band ihrer “Chroniken der Unterwelt” gestaltet Cassandra Clare ein Szenario, welches man als solches nicht erwartet hätte: Zwei junge Männer, vom gleichen Mann erzogen, mit unterschiedlichen Zielen, verbünden sich. Nicht nur dieses Bündnis an sich ist spannend aufgebaut, es ist auch interessant zu sehen, wie Jace’ Freunde damit umgehen. Leider muss ich sagen, dass ich im Bezug auf diese Wendung Clary als sehr naiv empfand und ihr Verhalten oft nicht nachvollziehen konnte. Das ist besonders schade, da ich sie bisher als Protagonistin durchaus mochte.

Die Autorin spielt wieder einmal mit ihren Handlungsorten, wodurch die Gesamthandlung der Reihe nicht langweilig wird. Auch versteht man, warum diese Ortwechsel vollzogen werden, sodass es nicht als zu sehr gewollt wirkt.

Dadurch, dass drei der wichtigsten Charaktere (Jace, Clary und Sebastian/Jonathan) sich beinahe die ganze Geschichte hindurch an einem Ort befinden, schaffen es Charaktere, die bisher eher eine Nebenrolle spielten, in den anderen Handlungssträngen in den Vordergrund zu gelangen und dort wichtige Aufgaben zu übernehmen. Dieser Schachzug der Autorin Clare gefiel mir durchaus, da man so auch einiges mehr von den anderen Personen der Geschichte erfuhr.

Zitate

“’[…]ist das überhaupt noch eine moralisch vertretbare Art von Liebe?’ ‘Liebe ist weder moralisch noch unmoralisch - Liebe ist einfach Liebe’, erwiderte Clary.” - aus “Chroniken der Unterwelt – City Of Lost Souls” von Cassandra Clare, Seite 151

“’Ich bin mir nicht sicher, ob es heutzutage überhaupt noch so was wie ein Team >Die Guten< gibt’, verkündete sie.” – aus “Chroniken der Unterwelt – City Of Lost Souls” von Cassandra Clare, Seite 306

 Mein Fazit

Eine für mich sehr gelungen Weiterführung der bisherigen Handlung, jedoch ist die Protagonistin Clary in diesem Band mir nicht hundertprozentig sympathisch, daher ein kleiner Punktabzug.


{ 4,5 Punkte }

Ka Hancock: Tanz auf Glas

1 Kommentar:


Verlag: Knaur.
hier kaufen: Buch
Ebook
Seitenzahl: 519
ISBN: 3426653222




Produktinformation

"Vielleicht hätten Lucy und Mickey sich nie verlieben dürfen. Denn beide haben ein schweres Schicksal zu tragen. Aber die Liebe geht ihre eigenen Wege, und so führen Lucy und Mickey eine ungewöhnliche, aber glückliche Ehe. Doch als Lucy plötzlich schwanger wird, steht die Kraft ihrer Liebe auf dem Prüfstand."
[Quelle]

Wirkung

Ich muss gestehen, ich habe mich sofort in dieses Buch verliebt als ich dieses Cover gesehen und diesen Titel gelesen habe. Ich dachte, da muss ja ein gutes Buch hinterstecken. Ich fand den Titel sehr schön passend zum Inhalt und das Cover ist einfach romantisch und zauberhaft. Ich gerate wirklich ins Schwärmen bei einer so schönen Gestaltung. Die Produktinformation fand ich ziemlich gut, sie hat nicht zu viel verraten, macht den Leser aber neugierig.

Positives

Ach ja, dieses Buch ist wirklich etwas Besonderes. Die Autorin schreibt von einem Paar, was ungleicher nicht sein könnte und doch passen die Beiden einfach wunderbar zusammen. In den ersten Seiten kann man so richtig schön die Liebe und den Werdegang der Beziehung nachvollziehen, was ich sehr angenehm fand, da man einen guten Einstieg in das Buch bekommen hat. Mickey und Lucy sind einfach für einander bestimmt und ich bewundere Lucys Stärke mit Mickeys Krankheit umzugehen und immer Rücksicht darauf zu nehmen. Die Autorin hat mit den beiden Protagonisten zwei sehr starke Persönlichkeiten geschaffen, deren handeln und denken man sehr gut nachvollziehen kann. Das Buch ist teilweise aus der Sicht von Mickey und teilweise aus der Sicht von Lucy geschrieben, was einem einen besonderen Einblick in die Gefühlwelt des jeweils Anderen verschafft.
Die Autorin hat einen sehr emotionalen und vereinnahmenden Schreibstil, was mir sehr gut gefällt, weil ich dadurch das Gefühl hatte mittendrin zu sein.
Das Ende ist sehr gefühlvoll und nimmt eine, meiner Meinung nach, sehr passende Wendung, mit der der Leser das Buch gut abschließen kann.

Negatives

Das einzig Negative, was ich an diesem Buch vermerken kann, ist für mich das streckenweise fehlende Tempo. Ich hatte ein bisschen das Gefühl auf der Stelle zu stehen oder mich im Kreis zu drehen, was ich sehr schade finde.

Zitat
 
"Mickeys Arzt betrachtete mich einen Augenblick lang und holte dann tief Luft. "Lucy, jede Ehe ist ein Tanz - mal komplizierter, mal wunderschön, meistens wenig aufregend. Aber mit Mickey werden Sie manchmal auf Glasscherben tanzen. Das wird wehtun. Und entweder fliehen Sie vor diesem Schmerz, oder Sie halten sich noch besser fest und tanzen weiter bis Sie wieder Parkett unter den Füßen haben.""
-Aus 'Tanz auf Glas' von Ka Hancock-

Bewertung

Note 2+
{gut}

Das Buch konnte mich wirklich gut unterhalten und hat alle meine Erwartungen erfüllt. Ich war sehr gerührt von den ganzen Emotionen, die die Autorin in ihrem Buch untergebracht hat und ich habe mich mit den Charakteren sehr wohl gefühlt. Eine wunderbare Story, die das Leben geschrieben haben könnte.. denn nicht alles im Leben hat ein Happyend.
Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die auch gerne Jojo Moyes gelesen haben und die gerne gefühlvolle Lebens/Liebesgeschichten lesen.

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an Knaur. !

Cecilia Ahern: Die Liebe deines Lebens

Dienstag, 22. Oktober 2013

Keine Kommentare:


Verlag: FISCHER Krüger
hier kaufen: Buch
Ebook
Seitenzahl: 377
ISBN: 3810501514




Produktinformation

"Adam will einfach nur, dass alles aufhört. Er ist über das Geländer der Brücke geklettert und schaut hinunter in das kalte, schwarze Wasser. Christine will einfach nur helfen. Mit einem Deal kann sie Adam vom Springen abhalten: Bis zu seinem nächsten Geburtstag wird sie ihn überzeugen, dass das Leben lebenswert ist! Schnell wird klar, dass sie ihn nur retten kann, wenn sie ihn wieder mit seiner großen Liebe zusammenbringt. Doch dann merkt Christine, wie sie sich selbst Hals über Kopf in Adam verliebt. Hat diese Liebe überhaupt eine Chance?"
[Quelle]

Wirkung

Als ich das Buch gesehen habe, wusste ich sofort, dass es ein Cecilia Ahern Buch ist. Die Schrift und die Gestaltung des Covers lassen einfach sofort darauf schließen. Ich finde das sehr schön, wenn man schon am Cover erkennt, wer es geschrieben hat. Das Cover ist verspielt und irgendwie träumerisch. Auf mich hat es gleich anziehend gewirkt. Der Titel ist für einen Liebesroman-Liebhaber, wie ich es bin, natürlich gleich ein Traum, sehr passend. Die Produktinformation fand ich ganz gut, weil sie mich neugierig gemacht hat, aber es hat mir beim Lesen dann doch schon ein bisschen zu viel vorweg genommen, auch wenn man sich als geübter Liebesromanleser denken konnte, dass sie sich in Adam verliebt. 

Positives
 
Als erstes fand ich es  bei diesem Buch sehr passend, dass die Autorin den Ich-Erzähler gewählt hat. Man konnte so Christines Gedanken und Handlungen wunderbar nachvollziehen und bekam zwar kein objektives, aber ein subjektives sehr sympathisches Bild von den anderen Charakteren, wie zum Beispiel ihrer Familie oder Adam.
Ich fand Christine als Hauptperson auch wirklich bezaubernd, weil sie so unbedarft und natürlich erschien. Ich fand sie sehr sympathisch, weil sie ihren eigentlichen Job über das Ziel hinaus durch geführt hat, wie man an Oscar unschwer erkennen kann. Und trotzdem Oscar nur eine sehr kleine Rolle in diesem Buch gespielt hat, finde ich ihn unglaublich niedlich. Ich würde es schön finden mal ein bisschen mehr von Oscar zu lesen .. vielleicht in einem eigenen Buch.
Die Autorin hat einen sehr schönen, flüssigen Schreibstil und sie beschreibt die Dinge in Christines Welt sehr lebhaft und emotional, das finde ich besonders schön, weil man sich so sehr gut in ihre Welt versetzen konnte.
Der Verlauf der Geschichte war meiner Meinung nach gut, weil sie einen Zeitraum von zwei Wochen gewählt hat und keine 4 Monate, dadurch war es "kurz und knackig" und man konnte als Leser mitbangen, was als nächstes geschehen würde.

Negatives

Leider muss ich am Tempo ein bisschen rumnörgeln, zeitweise hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte sich immer wieder um sich selbst dreht. Natürlich ging es um Maria und um die Firma, aber manchmal hatte ich das Gefühl, dass wieder das Gleiche gesagt wurde, wie vor zehn Seiten schon mal.
Das Ende war .. nicht wirklich negativ, aber leider sehr voraussehbar. Man wusste als Leser schon was passieren wird, deshalb blieb für mich als Leser irgendwie der emotionale Kick aus. Das fand ich eigentlich ziemlich schade.

Zitat

"Es war der falsche Zeitpunkt, sie daran zu erinnern, dass sie seit einem Jahrzehnt wesentlich mehr Geld in den Laden steckte, als er abwarf. Was die großen Buchläden mit ihren Kaffeetheken anging, die Online-Stores und das Thema E-books, musste ich Amelia manchmal daran hindern, ausfällig zu werden und auf Leute loszugehen, die auf ihrem E-Reader lasen."
-Aus 'Die Liebe deines Lebens' von Cecilia Ahern- 

Bewertung

Note 3
{befriedigend}

Ich habe mich schlussendlich für eine drei entschieden, weil das Buch eben nur durchschnittlich war. Ich wurde gut unterhalten und ich fand das Buch auch schön und lesenswert, aber es war kein besonders emotional anrührendes Buch, kein Buch das mir ewig im Gedächtnis bleiben wird, deswegen kann ich an dieser Stelle leider nur eine 3 vergeben.
Ich würde dieses Buch allen Lesern empfehlen, die auch sonst gerne Cecilia Ahern gelesen haben und Lesern die man ein bisschen romantische Lektüre für zwischendurch benötigen.

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an wasliestdu.de !

Opferzeit von Paul Cleave

Sonntag, 20. Oktober 2013

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Nervenaufreibend spannend
Ich bin durch dieses Buch auf Paul Cleave aufmerksam geworden und habe mir natürlich direkt den Vorgänger "Der siebte Tod" gekauft um nicht mitten in der Geschichte zu beginnen. Im Nachhinein bin ich wirklich froh darum, denn manches au Opferzeit hätte ich vermutlich nicht so gut verstanden, würde ich den Vorgänger nicht kennen.

Das Cover von Opferzeit ist ein totaler Hingucker. Es erinnerte mich ein wenig an "Final Cut", ein Buch, dass mich in diesem Jahr bereits sehr begeistert hatte. Die fünf Schnitte, die hier in Form der 5 angeordnet sind, machen neugierig und unweigerlich stellte sich die Frage ob sie etwas mit dem Inhalt zu tun haben. Eine Frage, die ich hier nicht beantworten werde.

Ich bin Slow Joe, und Slow Joe ist ein Gewinner. Ich habe alles unter Kontrolle, was sich zeigt, als mein Leben an mir vorüberzieht. Die Dunkelheit ist nicht mehr weit, aber zunächst muss ich Szenen mit meiner mutter, mit meinem Vater, aus meiner Kindheit und aus der Zeit bei meiner Tante ertragen.
Seite 7 

Inhaltlich schließt Opferzeit direkt an "Der siebte Tod" an. Es ist keine Unterbrechung erkennbar und so konnte ich leicht vom einen ins nächste Buch wechseln. Ein kleines Manko gibt es jedoch aufgrund der verschiedenen Übersetzer. So nennt sich Joe nun plötzlich "Slow Joe" obwohl er im Vorgänger immer "der langsame Joe" gesagt hat. Auch inhaltlich gibt es einen Fehler im Rückgriff auf den ersten Band: Es war kein Strafzettel, der Joe überführte sondern ein Parkticket. Ich finde es etwas schade, dass dies nicht berücksichtigt wurde.

Unabhängig von diesem Negativpunkt konnte mich Opferzeit auf ganzer Linie überzeugen. Beim Lesen erlebte ich ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle von Ekel über Belustigung bis hin zu nervenzerreißender Spannung. Gerade zum Ende hin entwickelte sich dieses Buch zum Pageturner und überraschte mich noch mehrfach an verschiedenen Stellen. Wirklich gut gelungen und absolut empfehlenswert. Daher gibt es von mir auch die vollen fünf Sterne.

Jordis Lank: Rauklands Blut

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Verlag: El Gato
hier kaufen: Buch
Ebook
Seitenzahl: 350
ISBN: 3943596362




Produktinformation

"Ronan, Sohn des mächtigsten Herrschers im Nordmeer, ist nach Raukland zurückgekehrt. Er erwartet, dass sein Bruder Broghan für den Mordversuch an ihm bestraft wird, doch er wird jäh enttäuscht: Ihr Vater sieht auch in Broghan einen Anwärter auf den Thron. Die beiden ungleichen Brüder führen einen erbitterten Kampf um die Gunst des Königs. Ronan rechnet fest mit dem Sieg, als Broghan ein furchtbares Geheimnis aufdeckt."
[Quelle]

Wirkung
 
Ich muss sagen, ich finde es eine ziemlich clevere Idee das Cover genauso zu gestalten wie das erste nur in einer anderen Farbe. So weiß man gleich, dass die Bücher zusammen gehören. Auch wenn das Motiv immer noch nicht so meins ist, habe ich mich irgendwie langsam damit angefreundet. Der Titel passt sehr gut zum Buch, da es diesmal eher um den Kampf zwischen Raukland und Angent ging, als um Ronan.

Positives

Ich muss sagen, dass ich den Schreibstil der Autorin liebe. Ich habe es schon zu einer anderen Bloggerin gesagt, meinetwegen könnte Jordis Lank ein Buch über ein paar Typen schreiben, die in einem Neubau sitzen und MauMau spielen, ich wäre vollkommen hin und weg. Sie beschreibt die Charaktere sehr liebevoll und ich konnte mich die ganze Zeit über sowohl in Ronan, als auch in Zohdan und Eila hinein versetzen. Ronan ist für mich mit Abstand die tollste Persönlichkeit in dem Buch, weil er zwar einen guten Sinn für Gerechtigkeit hat und sehr liebevolle Charakterzüge, aber auch richtig wütend sein kann, in Rage und Rachegelüste seinen Kopf vernebeln.
Zum anderen habe ich mich in diesem Buch in Hannah verliebt. Im ersten Teil mochte ich Eila noch sehr gerne, aber Hannah hat ihr ein wenig die Show gestohlen, sie hat so eine liebevolle, zerbrechliche Art an sich, die sie einfach sympathisch macht. Eila ist mir ein bisschen zu grobschlächtig und zu sehr ein Rabauke.
Der Verlauf der Geschichte war gut beschrieben und in keiner Weise langweilig, es ging immer voran und es passierte auch immer irgendetwas, womit man im ersten Moment nicht rechnet.
Das Ende lässt mich sehr auf einen dritten Teil hibbeln, auf den ich mich auch schon sehr freue.

Negatives

Leider habe ich auch ein paar negative Aspekte. Ich konnte mich diesmal nicht so gut mit dem Thema des Buches identifizieren, es ging mehr um die Schlacht um Angent, als in dem ersten Teil. Im ersten Teil habe ich es bewundert, dass es gar nicht so sehr um Schlachten und ähnliches ging sondern um Freundschaft und Vertrauen und Zusammengehörigkeit. Das habe ich beim zweiten Teil ein bisschen vermisst. Außerdem habe ich Liam sehr vermisst, ich hatte mich gefreut ihn auf die eine oder andere Weise wieder an Ronans Seite zu wissen.
Mir fiel es oftmals leider schwer den Perspektiveswechsel zwischen Ronan und Zohdan nachzuvollziehen und habe es dann erst später in einem Kapitel gemerkt. Dann habe ich immer das Kapitel nochmal neu gelesen, um es auch der richtiges Sichtweise zu lesen.

Zitat

An dieser Stelle nehme ich mir mal die Freiheit 2 Zitate aus den Outacts zu nutzen, weil sie einfach zu lustig sind und weil ich sowas witziges in noch keinem anderen Buch gefunden habe (ausgenommen dem ersten Teil "Rauklands Sohn")

"Die Farbe war abgeblättert und es gab nur noch ein Ruder, aber das Boot schien sehtüchtig zu sein."

""Es gab ja nichts zu tun, also übte ich Bogenscheißen. Jasimo hat mir das eine und andere gezeigt und ich .. naja, es ging ganz gut""
-Aus 'Rauklands Blut' von Jordis Lank- 

Bewertung

Note 2
{gut}
 
Ich kann insgesamt sagen, dass mir das Buch gefallen hat und dass ich auch den dritten Teil lesen werde. Es hat zwar meine Erwartungen nicht ganz erfüllt, bekommt von mir aber trotzdem eine zwei, weil alles andere einfach stimmig war für mich.
Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die auch schon "Rauklands Sohn" gelesen haben und von dem Buch begeistert waren. Außerdem würde ich diese Reihe allen lesern empfehlen, die sich gerne mal in eine etwas andere mittelaltermäßig Welt voller Liebe, Freundschaft und Intrigen entführen lassen wollen!

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an Jordis Lank !

Jesse Andrews: Ich und Earl und das sterbende Mädchen

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Keine Kommentare:


Verlag: Heyne fliegt
hier kaufen: Buch
Ebook
Seitenzahl: 300
ISBN: 3453267842




Produktinformation

"Ein Junge, der Filme dreht. Ein Mädchen, das stirbt. Eine Geschichte, die einen nicht mehr loslässt Was Greg mag: sich in der Schule so unauffällig zu verhalten, dass er nahezu unsichtbar wird. Gelegentlich mit seinem Freund Earl einen Film zu drehen. Seine Ruhe. Was er nicht mag: die Idee seiner Mutter, der todkranken Rachel beizustehen. Womit er nicht gerechnet hat: Rachel selbst, die keinen braucht, der sie bemitleidet, und die ihre ganz eigene Vorstellung von jenen Tagen hat, die ihre letzten sein könnten ... Die Taktik des siebzehnjährigen Greg ist ganz klar: Sich möglichst aus allem raushalten, so übersteht man die Highschool-Jahre am besten, ohne in irgendeiner unliebsamen Clique zu stranden. Einzig mit dem zynischen Earl ist Greg befreundet - wobei »befreundet« es nicht ganz trifft. Earl und er haben vielmehr ein gemeinsames Projekt. Sie drehen Filme, in denen sie den Klassikern der Filmgeschichte nacheifern. Als Gregs Sandkastenfreundin Rachel an Leukämie erkrankt und Greg sich »um sie kümmern« soll, sieht er nur eine Chance, dem Auftrag nachzukommen und gleichzeitig seinen Prinzipien treu zu bleiben: Greg und Earl drehen einen Film für Rachel. Und irgendwann währenddessen kommt Greg dann doch aus der sicheren Distanz hinter der Kamera hervor und nimmt von Rachel Abschied ..."
[Quelle]

Wirkung
 
Das Cover ist einfach wunderwunderschön. Es hat mich einfach sofort in seinen Bann gezogen. Es sind wunderschöne Farben, die Schriftart ist super, das Cover ist für mich einfach komplett stimmig. Der Titel ist toll, sehr passend und einprägsam. Die Produktinformation ist mir persönlich etwas zu lang und verrät mir auch etwas zu viel.

Positives
 
Das Buch wurde aus der Persepektive von Greg geschrieben, was ich persönlich sehr schön fand, es hat einfach zu Geschichte und der Art des Buches gut gepasst. Greg ist frech und irgendwie seltsam und deswegen kann man sich durch den Ich-Erzähler umso besser in ihn hinein versetzen. Durch seine eigene verdrehte Art und Weise bekommt man einen besonderen Blick auf andere Personen, wie zum Beispiel Earl. Earl war mir am Anfang unglaublich unsympathisch, er war genau der Kumpel den ich nie leiden konnte, doch ab einem bestimmten Zeitpunkt im Buch hat sich das gewandelt.
Die Idee zur Geschichte war nicht unbedingt etwas neues, aber es muss auch nicht immer etwas neues sein, wenn es gut umgesetzt wird. Der Verlauf war für mich sehr angenehm, weil Greg am Anfang erst einmal in die Geschichte eingeführt hat bevor es so richtig los ging. Anschließend hatte die Story dann genug Tempo um nicht langweilig zu werden. Über das Ende möchte ich jetzt gar nicht so viel verraten, aber ich sage mal ich konnte damit leben. Es war für mich nicht besonders herausragend oder einfallsreich, aber es war okay.

Negatives

Leider war mir das Buch oftmals zu betont gefühlskalt. Das ist mein einziger Kritikpunkt und dafür aber ein großer. Ich fand es am Anfang ganz witzig, dass Greg gleich gesagt hat, dass es kein Liebesroman ist, bei dem sich der Protagonist in das sterbende Mädchen verliebt, aber es wurde mir einfach zu viel darauf herum geritten. Es war alles ein bisschen übertrieben lässig.

Zitat

"Es war definitiv scheiße. Aber was zum Teufel könnte ich da groß machen? Wieso würde es ihr besser gehen, wenn ich sie anrufen und ihr endlich vorschlagen würde, dass wir uns treffen? Und was sollte ich überhaupt sagen? "Hey, ich hab gehört, dass du Leukämie hast. Klingt ganz so, als bräuchtest du ein Rezept aus der Notapotheke .. Greg-omol:""
-Aus 'Ich und Earl und das sterbende Mädchen' von Jesse Andrews-  

Bewertung

Note 2
{gut}
 
Im Endeffekt muss ich sagen, dass das Buch doch eigentlich ganz schön war, trotz der für mich herausragenden Schwäche . Das Buch war unterhaltsam und wirklich toll gestaltet.
Ich kann es jedem empfehlen, der mal ein etwas anderes "Krebsbuch" lesen möchte.

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an Heyne fliegt !

Gaby Hauptmann: Ich liebe dich, aber nicht heute

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Verlag: Piper
hier kaufen: Buch
Ebook
Seitenzahl: 320
ISBN: 3492303137




Produktinformation

"Für immer, aber nicht für ewig! Liane und Marius lieben sich und darüber sind sie sich auch sicher, aber über die Jahre ist das reizvolle Prickeln einfach verloren gegangen. Liane verbeißt sich in den Gedanken, sich neu zu verlieben und das schöne Gefühl der Schmetterlinge im Bauch wieder zu spüren. Die beiden einigen sich darauf sich zu trennen. Marius findet schnell Gefallen an der neuen Situation als Single. Auf Ibiza tobt er sich so richtig aus und lässt es krachen. Für Liane ist die Situation zu Anfang alles andere als leicht und kann sich nicht neu verlieben, warum sie sich fürs Erste mit gutem Sex zufrieden gibt. Eine England-Reise ist der Auftakt zu ganz neuen Abenteuern für Liane..."
[Quelle]

Wirkung

Äußerlich macht das Buch eine gute Figur. Es ist geschmückt durch ein schönes Cover und einen interessanten Titel, der meiner Meinung nach sehr gut zu dem Buch passt und den die Protagonisten im Buch verwendet. Die Produktinformation ist sehr informativ und verrät ein bisschen was vom Inhalt, aber noch nicht zu viel. Das gefällt mir gut.

Positives

Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, man muss sich nicht anstrengen um die Sätze zu verstehen. Außerdem werden die Gefühle der Protagonistin Liane sehr gut zum Ausdruck gebracht. Ich konnte mich komplett in ihre Gefühlswelt hinein versetzen, hatte Angst mit ihr, war eifersüchtig, obwohl sie nicht eifersüchtig war und war so wütend, dass ich Cindy von der Klippe stoßen wollte. Ich fand die Idee zur Geschichte wirklich niedlich und habe gedacht, dass die Geschichte mir gefallen könnte, weil es mal etwas ganz anderes war. Ganz anders war das Ende hier zwar nicht, dafür aber ziemlich süß, mich hat es mit dem Buch versöhnt.

Negatives

Ja, das war es dann leider auch schon mit positives Aspekten.. ich habe wirklich gedacht, dass mir die Geschichte gefallen könnte, aber leider hat sich das beim Lesen nicht bestätigt. Die Idee war gut, aber an der Umsetzung hat es gehapert. Die anderen Personen im Buch waren, meiner Meinung nach, zu oberflächlich charakterisiert. Ich konnte mir nicht vorstellen, was Marius/Riley/Jochen/Jürgen... denkt oder fühlt. Außerdem haperte es auch ein einer Stilfindung, stellenweise hatte ich das Gefühl einen Erotikroman zu lesen und dann wiederum schwang es auf einmal in einen Krimi um und von dem Krimi ging es dann wieder zur Liebesgeschichte, mir persönlich ein bisschen zu viel Mischmasch.
Leider war mir auch der Verlauf der Geschichte irgendwie zu schnell, alles war so kurzlebig und irgendwie gar nicht da und alles ging so schnell, dass man eigentlich gar nicht hinterherkam. Genau wie das Ende. Die ganze Zeit habe ich gelesen und gedacht, dass da jetzt noch etwas kommen müsste und aufeinmal hat sich alles aufgelöst und Ende. Mir war das Ganze zu abrupt, ich hätte mir ein weicheres und bequemeres Ende gewünscht

Zitat

"Der Einfachheit halber hatte sie jetzt "Ja" sagen können. Verliebte Frauen sind für jeden anderen verloren, das weiß jeder Mann. Verliebte Frauen fokussieren ihre Gefühle nur noch auf den einen, die Nähe jedes anderen ist ihnen lästig. Verliebte Frauen können nicht lügen. Das ist das große Handicap beim Fremdgehen. Aber war sie verliebt?"

Bewertung

Note 3-
{befriedigend}

Ich muss sagen, das Buch hat nich wirklich meinen Ansprüchen gerecht werden können. Leider muss ich sagen, denn ich hatte mir wirklich mehr von diesem Buch erhofft. Das Mischmasch der Genre hat mich nicht angesprochen und allgemein war es mir einfach zu übertrieben, zu schnell und irgendwie zu verwirrend. Trotzdem bekommt das Buch eine drei von mir, wenn auch eine mit einem großen Minus, weil die Autorin einen tollen Schreibstil hat und weil ich mich so gut in die Gefühle von Liane hineinversetzen konnte.

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an Weltbild.at !

Paul Cleave: Opferzeit

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Verlag: Heyne
hier kaufen: Buch
Seitenzahl: 654
ISBN: 3453437497




Produktinformation

"Einer der perfidesten Serienkiller aller Zeiten kehrt zurück: Joe is back! Die Einwohner der Neuseelandmetropole Christchurch sind aufgebracht. Ein Jahr nach der brutalen Mordserie, die ihre Stadt erschütterte, beginnt der Prozess um den berüchtigten Christchurch Carver. Doch Joe, der scheinbar grenzenlos naive Serienmörder, beteuert nach wie vor seine Unschuld. Unterdessen zieht sich die psychopathische Melissa X einen neuen Killer heran, um Joe, mit dem sie einst eine unheilige Liaison einging, zu töten. Christchurch droht eine Apokalypse des Todes ..."
[Quelle]

Wirkung

Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Buch absolut voreingenommen bin. Vor 4 Jahren habe ich von Paul Cleave "Der siebte Tod" gelesen und war von diesem Buch einfach komplett fasziniert. Als ich also das Buch im Heyne Katalog entdeckt habe, bin ich fast an die Decke gesprungen. Ich habe die Vorbeschreibung gelesen und war schon vollkommen hin und weg. Die Produktinformation finde ich gut gestaltet, sie verrät nicht zu viel und nicht zu wenig. Das Cover finde ich besonders schön, weil es dem Cover von "Der siebte Tod" ähnelt. Der Titel ist passend, denn es werden in diesem Buch einige Opfer gebracht ..

Positives

Als ich gestern, am dritten Tag mit diesem Buch fertig geworden bin, war ich tief traurig. So gerne wäre ich noch weiterhin bei Joe und Melissa und all den anderen geblieben.
Ich glaube, das alleine zeigt schon, wie gut ich dieses Buch fand. Paul Cleave hat einen sehr angenehmen Schreibstil mit kurzen prägnanten Sätzen.
Besonders möchte ich die Erzählperspektive hervorheben. In Abschnitten in denen Joes Sichtweise dargestellt werden sollte, hat der Autor den Ich-Erzähler gewählt, in allen anderen Situationen den auktorialen Erzähler. Ich fand das sehr angenehm zu lesen, dadurch konnte man eine engere Bindung zu Joe eingehen und seine Gefühle und Gedanken besser verstehen.
Joe ist einfach mein Liebling. Ich bin mir durchaus bewusst, dass er der Böse ist, aber ich glaube genau das wollte der Autor auch damit bezwecken. Joe erscheint trotz seiner Taten einfach ein toller Kerl zu sein.
Paul Cleave beschreibt Figuren und Situationen sehr detailliert, sodass man sich vollends in sie hineinversetzen kann. In manchen Situationen, die ich jetzt nicht spoilern möchte, versucht man es sich nicht so genau vorzustellen, mir allerdings ist das nicht gelungen.
Der Verlauf der Geschichte ist gut gestaltet, man kann die Handlungen gut nachvollziehen und ich hatte keinen Moment das Gefühl auf der Stelle zu treten, was für mich ein besonders wichtiger Pluspunkt ist.
Das Ende war für mich der Anfang eines dritten Teils und ich hoffe sehr, dass es diesen auch irgendwann geben wird.

Negatives

Ich denke es gibt sicherlich negative Aspekte an dem Buch, für mich jedoch war dieses Buch total rund. Ich habe nichts zu meckern. Wahrscheinlich wird es Lesern, die ebenfalls "der siebte Tod" mit Begeisterung gelesen haben, ähnlich ergehen wie mir.

Zitat

"Nach einer Weil muss ich mir ein wenig die Beine vertreten, also gehe ich hinaus in den Gemeinschaftsbereich, wo ich, wenn man hier eine Umfrage starten würde, einer von dreißig unschuldigen Männern bin. Ich bin Slow Joe. Ich bin ein Opfer meiner Bedürfnisse. Ich bin Joe das Opfer. Ich schlage die Zeit tot, indem ich mich mit einem Häftling unterhalte, der verhaftet und verurteilt wurde, nachdem er eine Tierhandlung in Brand gesteckt hatte. Dort gab es Katzen und Hunde und Vögel, und dort gab es Fische. Jede Menge Fische. Ich denke darüber nach, wie ich ihn umbringen könnte. Diese beschissenen Fischmörder. Es gibt nichts Schlimmeres."
-Aus 'Opferzeit' von Paul Cleave-

Bewertung

Note 1
{sehr gut}

Hach, was soll ich sagen, meine Bewertung konnte ja prinzipiell schon gar nicht anders ausfallen. Ich hätte sehr gerne noch viel mehr Seiten in diesem Buch gehabt, aber ich kann ja auf einen dritten Teil hoffen. Ich fand das Buch wirklich super. Es war toll ausgestaltet und ich habe mich wohlgefühlt mit diesem Buch. Ich empfehle einfach jedem Thrillerfan erst "Der siebte Tod" und dann "Opferzeit" zu lesen. Glaubt mir, ihr verpasst sonst was.

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den Heyne Verlag !

{ REZENSION } “Chroniken der Unterwelt – City Of Fallen Angels” von Cassandra Clare

Montag, 14. Oktober 2013

Kommentare:
Mit kleiner Verspätung kommt hier nun meine Rezension zu dem viertel Teil der Chroniken der Unterwelt. Bitte bedenkt, dass sich Spoiler in diesem Text befinden!


Allgemeine Informationen
Titel: City Of Fallen Angels
Autorin: Cassandra Clare
Verlag: Arena Verlag 
Reihe: Band 4 der Chroniken der Unterwelt
Seitenzahl: 704
Kaufmöglichkeiten: Buch | eBook



Das Cover

Dieses Mal ist das Cover in lila gehalten. Die Farbe gefällt mir gut, die Elemente auf dem Cover passen zu dem Inhalt des Buches, aber ich finde das Ganze etwas zu überladen.


Meine Erwartungshaltung

Bevor ich das Buch gelesen habe hoffte ich sehr, dass die Spannung weiterhin da ist. Auch wünschte ich mir eine gute Weiterentwicklung aller Charaktere und des Handlungsstrang.


Die Handlung

Simon Lewis hat nach seiner Rückkehr aus Idris damit begonnen, nicht nur Isabelle Lightwood, die Schattenjägerin, zu treffen, sondern auch Maia Roberts, die Werwölfin. Die beiden Mädchen unterscheiden sich wie Tag und Nacht, und genau das macht es für Simon es so schwer, sich zwischen ihnen zu entscheiden. Clary, die das Ganze natürlich nicht sehr gut findet, möchte, dass Simon es vor der Hochzeit klärt. Sonst denken beide Mädchen, sie wären sein Date für die Hochzeit zwischen Clarys Mutter Jocelyn und Luke.

Während der Vampir mit Isabelle in seinem Lieblingscafé sitzt, kommen plötzlich zwei merkwürdige Männer herein. Zum Glück erkennt Isabelle sofort, mit wem sie es da zu tun haben: mit menschlichen Domestiken, die einem mächtigen Vampir gehören. Diese Sitte ist Simon neu, und erfährt, dass die Tradition sich Menschen zu Ernährungszwecken zu halten nicht gegen das Gesetz verstößt. Schließlich wird ihnen kaum Schaden zugefügt, da der Speichel eines Vampires die Menschen stärker werden lässt. Mr. Walker und Mr. Archer kommen zu den beiden Teenagern an den Tisch und erklären ihnen, dass sie dem einflussreichsten und damit mächtigsten Vampir in New York dienen. Dieser Vampir würde gerne Simon, dem Tageslichtler, einen Vorschlag unterbreiten und zur Not dürfen sie ihn mit Gewalt zu ihrem Meister bringen. Simon willigt in ein Treffen ein und lernt kurz danach den mächtigsten Vampir kennen.

Nicht nur Simons Leben hat sich nach dem Idrisaufenthalt verändert, sondern auch Clarys. Sie wird von nun an im Fechtsaal des Instituts zu einer Schattenjägerin ausgebildet. Das Problem dabei ist nur, dass die Schattenjäger noch keinen guten Trainer für sie gefunden haben, sodass jeder erwachsene Schattenjäger aus dem Institut sie mal trainiert. Auch Jace Lightwood, ihr Freund, nimmt seine Aufgabe als ihr Trainer sehr ernst, doch ihre Beziehung leidet nicht darunter. Noch während des Trainings kommt jedoch Jace’ Schwester Isabelle herein, und fragt ihn über den Tod eines Schattenjägers aus, der ermordet in einer verlassenen Fabrik entdeckt wurde.

Nicht nur das neue, geheimnisvolle Leben der beiden Freunde Simon und Clary wird durcheinandergewirbelt, auch in Simons Leben außerhalb seines Vampirdaseins treten Veränderungen ein. So lernt er zum Beispiel Kyle kennen, der der neue Leadsänger der Band wird. Und nach dem Rausschmiss aus seinem Elternhaus, nachdem Simons Mutter von seinem Vampirleben erfahren hat, darf Simon auch bei Kyle einziehen. Doch wer ist Kyle eigentlich genau? Und wie reagiert Simon auf den Vorschlag des mächtigen Vampires? Werden noch mehr Schattenjäger tot aufgefunden? Es bleibt spannend.


Der Schreibstil

Wie schon bei den anderen Büchern der Reihe schafft es die Autorin Cassandra Clare, den Leser in ihren Bann zu ziehen und durch neue Charaktere und entscheidenden Wendungen in der Handlung die Spannung aufrecht zu erhalten.


Meine Notizen

Eigentlich habe ich nichts Negatives zu Band 4 zu sagen. Die Charaktere entwickelt sich weiter, die Handlung schließt logisch an die Geschichten der ersten drei Bände an und die Spannung ist dauerhaft da. Auch die Beziehungen zwischen den Personen werden vertieft, neu aufgebaut und interessant gestaltet.

Jetzt kommt natürlich doch das große ABER: Vor allem in dem letzten Teil von “City Of Fallen Angels” hatte ich immer und immer wieder das Gefühl, dass die Handelnden immer ein bisschen zu spät kommen. Da dies mehr als nur einmal auftaucht, hatte ich ab einem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Autorin das Ganze ein bisschen zu sehr herausfordert. Dadurch wurde die Handlung etwas “unglaubwürdig” (Da es eine fiktive Geschichte ist, setze ich das Wort in Anführungszeichen).


Zitate

“’Manchmal reicht Liebe allein einfach nicht aus, Clary’, sagte er.” – aus “Chroniken der Unterwelt – City Of Fallen Angels” von Cassandra Clare, Seite 147

“’Liebe ist ein Widerspruch in sich’, entgegnete Jace und wandte sich wieder dem Fenster zu.” – aus “Chroniken der Unterwelt – City Of Fallen Angels” von Cassandra Clare, Seite 172


Mein Fazit

Eine schöne und spannende Weiterführung der Geschichte rund um Clary, Simon und Jace, die jedoch durch etwas zwanghafte Handlungsführung einen Punkt Abzug bekommt.

{ 4,0 Punkte }


Rezension: Der Hunderjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Keine Kommentare:


Titel: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Autor: Jonas Jonasson
Verlag: Carl's Books
hier kaufen: Thalia-Broschiert
Seitenzahl: 413
Erschienen: 2011-08-29
ISBN: 978-3-570-58501-6




Inhalt

Eigentlich hat Allan Karlsson allen Grund zum Feiern: Er wird 100 Jahre alt. Das Problem ist nur, dass er im Altersheim festsitzt, noch alle fünf Sinne beisammen hat und sein Körper sich weigert, das Zeitliche zu segnen - und zu allem Überfluss hat sich auch noch der Bürgermeister samt Presse angekündigt. Allan hat auf all das überhaupt keine Lust. Er steigt kurzerhand aus dem Fenster und verschwindet - zum Busbahnhof. Dort soll er nur kurz auf den Koffer eines jungen Mannes aufpassen, doch als sein Bus einfährt, beschließt Allan, den Koffer (der zum Glück Räder hat) mitzunehmen - nicht ahnend, dass sich darin keineswegs die erhoffte Wechselkleidung, sondern 50 Millionen Kronen aus Drogengeschäften befinden. Und mit einem Mal sind nicht nur Polizei und Presse hinter dem Hundertjährigen her, sondern auch die schwedische Mafia. Allan denkt jedoch gar nicht daran, die Millionen zurückzugeben und reumütig ins Altenwohnheim zurückzukehren. Niemals!
Das ist der Auftakt zu einer abenteuerlichen Reise: Allan gewinnt durchaus gleichgesinnte Freunde - mit dem 70-jährigen Gelegenheitsdieb Julius lässt er die Leiche des Kofferbesitzers verschwinden, der reiche Imbissbudenbetreiber Benny wird ihr Chauffeur, und auch die Besitzerin eines entlaufenen Elefanten schließt sich ihnen an, will ihre Sonja auf der Flucht aber nicht zurücklassen.


Meine Zusammenfassung

Der hundertjährige Allan hat keine Lust seinen Geburtstag im Altenheim zu feiern und steigt kurz vor Beginn der Feier aus seinem Fenster und macht sich auf dem Weg zum Busbahnhof. Einfach nur weg und das ihn niemand so schnell findet. Zusammen mit einem entwendeten Koffer nimmt er den nächsten Bus bis zu einer verlassenen Haltestelle. Von dort aus gelangt er zu einem alten Bahnhof und lernt dort den Bewohner Julius kennen. Die beiden lernen sich bei einem guten Abendessen mit reichlich Alkohol besser kennen und sind sich sehr sympatisch. Als plötzlich Bolzen auftaucht und seinen Koffer, mit 50 Millionen Kronen zurückfordert. Die zwei Alten können sich natürlich denken, dass das Ganze nicht gut für sie ausgehen würde und überwältigen Bolzen und sperren ihn in die Kühlkammer. Leider ist er bis zum Morgen hin tot und die beiden müssen sich etwas einfallen lassen. Damit beginnt die verrückte Abenteuergeschichte von Allan und seinen Freunden.


Buchcover und Inhalt

Ich fand das Cover zwar schön gestaltet, konnte aber am Anfang keinen rechten Zusammenhang zur Geschichte herstellen. Jetzt nach Beendigung des Buches finde ich es sehr gut getroffen. Mit dem Elefanten für Sonja und dem schönen Reiseanhänger, den ich symbolisch für die Abenteuerreisen betrachte.
Die Inhaltsbeschreibung finde ich soweit ganz gut, allerdings hätte ich es wohl besser gefunden, wenn die weiteren Personen noch nicht erwähnt worden wären.


Schreibstil ...

Das Buch ist in der Erzähler-Perspektive geschrieben und beinhalten zwei Geschichten. Die von der Gegenwart und zwischendrin immer mal wieder die von Allans Vergangenheit. Beide sind sehr fantasiereich und abenteuerlich. Es ist ein Vergnügen Allan bei seinen außergewöhnlichen Abenteuern zu begleiten.
Die Gegenwartsgeschichte wechselt oft zwischen Allen, der Polizei und den Kriminellen. Das fand ich trotz sehr guter Kennzeichnung mit Sternchen nicht ganz so prickelnd. Leider muss ich auch noch sagen, dass mich das Buch, trotz der tollen Geschichte, nicht fesseln konnte. Vielleicht bin ich was das angeht doch eher ein Krimi-Leser.


Charaktere

Die Charaktere fand ich wunderbar gemacht und dargestellt. Sie wurden genau richtig beschrieben, so das man noch einen gewissen Freiraum bei der Vorstellung hatte.
Zu einigen Charakteren möchte ich noch kurz etwas schreiben, was ich mit ihnen in Verbindung bringe:
Allan - kein Interesse an Politik, immer freundlich, Überlebenskünstler
Julius - Lebenskünster
Benny - sehr vielseitig
Gunilla (die Schöne) - flucht wie ein Weltmeister
Bosse - klein Krimineller
Bolzen - fettiges Haar
Humpen - platt
Piranha - Chef


Sonstiges

Durch die vielen positiven Kommentare, die ich über das Buch gehört habe, musste ich es mir einfach kaufen. Und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Es ist wirklich eine sehr schöne und abenteuerliche Geschichte.


Fazit

Ein wirklich gutes Buch mit einer außergewöhnlichen Geschichte.


{ 4 Punkte }

Rezension: "Evermore - Für immer und ewig" von Alyson Noel

Mittwoch, 9. Oktober 2013

1 Kommentar:


Verlag: Page & Turner
hier kaufen: Buch
Reihe: Teil 6 der Evermore-Reihe
Seitenzahl: 380
ISBN: 9783442203802




Klappentext

Wird die Liebe endlich siegen?

Mit allen haben es Ever und Damen bisher aufgenommen, um ihre Liebe zu verteidigen. Jetzt müssen sie nur noch den Fluch von sich abwenden, der sie davon abhält, für immer zusammen sein zu können. Sie scheinen der Lösung nah zu sein, doch plötzlich geschehen merkwürdige Dinge. Kann es sein, dass sich das Sommerland, ihr geliebter Zufluchtsort, verdunkelt? Es kommt Ever so vor, als würden Düsternis und Traurigkeit die schönen Seiten ihres Paradieses überdecken, und zwar seitdem sie zum ersten Mal dort war. Und was bedeutet das mysteriöse Lied der alten Frau, die Ever bei ihrem letzten Besuch dort gesehen hat? Ever und Damen machen sich daran, das Geheimnis zu lüften und so auch den Fluch zu bannen. Wird es für sie endlich ein "Für immer und ewig" geben?

Meinung

Das Cover finde ich, wie auch die restlichen der Reihe, sehr schön und passend. Auch der Titel gefällt mir gut, so als Abschluss. Den Klappentext finde ich an sich ganz gut, er verrät nicht zu viel, könnte aber kürzer sein.

Die Idee hat mir auch gefallen, es war eine gute Fortsetzung/Beendung der Geschichte. Nicht unbedingt einzigartig sondern etwas klischeehaft, aber gut.

Zur Umsetzung fällt es mir schwer, etwas zu sagen. Es ist schon zwei Jahre her, dass ich den fünften Teil gelesen habe und konnte mich deshalb nur noch sehr wage an Vergangenes erinnern. Leider wurde für mich zu wenig aufgegriffen und es gab nur selten Rückblenden. Vielleicht hätte es ausgereicht, wenn nur ein paar Monate vergangen wären.
Außerdem hatte ich an manchen Stellen das Gefühl, dass es sich etwas gezogen hat. Das hatte ich auch bei den anderen Bänden nicht. Es war jetzt auch nicht so extrem, aber doch so ein bisschen.
Spannung war durchaus vorhanden, aber an manchen Stellen zu wenig. Aber sonst eigentlich durchgehend von Anfang bis Ende.
Die Charaktere waren nach wie vor sympathisch und es tut mir schon etwas weh, sie jetzt so gehen zu lassen. Was mich begeistert hat, waren Damens Zweifel und sein Kontra teilweise. Das war wirklich sehr realistisch und hat mir gezeigt, dass die Liebesgeschichte nicht einfach nur 0815 ist, sondern auch etwas mehr.

Zitat

"Das Herz kennt keine Logik und steht nur selten mit dem Verstand im Einklang." (S. 135)

Fazit

Für mich ein guter Abschluss der Reihe. Jedoch gab es für mich zu wenige Rückblenden und manchmal hat es sich etwas gezogen. Wahrscheinlich war die Zeit zwischen Band 5 und 6 einfach zu lang, sonst hätte ich es sicherlich anders empfunden.
Insgesamt eine gute Reihe mit Fantasyelementen wie Wiedergeburt, Chakren, Auren, Unsterblichkeit. Ich kann sie jedem empfehlen, der von diesen Themen nicht abgeneigt ist, sich dafür interessiert und der auch mit einer Liebesgeschichte gut leben kann.

{ 4 Punkte }